Wenn Aetherstürme die Welt beherrschen – der gelungene Auftakt einer Dystopie

Under the never sky von Veronica Rossi

 

Die Erde ist nicht mehr bewohnbar, weshalb die Menschen Zuflucht unter der Erde gefunden haben und dort in künstliche Welten entfliehen. Außerhalb dieser sicheren Zonen leben nur noch Wilde mit Mutationen, welche besondere Gaben haben. Nachdem Aria mit ein paar Freunden in ein verbotenes Gebiet eingedrungen ist und die Situation zwischen ihnen eskaliert, wird sie in die Wildnis zum Sterben verbannt. Doch plötzlich taucht einer der Außenseiter auf und rettet sie. Damit verfolgt er jedoch seine eigenen Ziele.

Es gibt mittlerweile viele Dystopien, die alle ähnlich sind, weshalb ich nicht besonders viel von dieser hier erwartet habe. Aber schnell habe ich gemerkt, dass ich es hier mit einer Geschichte zu tun habe, die einen dazu einlädt, in ihr zu versinken und alles um sich herum zu vergessen.

Die Welt hat dieses typische postapokalyptische Flair, in das man sich gut hineinversetzten kann und durch die Beschreibungen habe ich alles wie in einem Film vor mir gesehen. Außerdem scheint diese Welt gut durchdacht und kompliziert genug, damit es stets interessant bleibt neue Dinge kennenzulernen. Dennoch ist alles noch so einfach gehalten, damit man gut mitkommt.

Die Charaktere konnten mich ebenfalls überzeugen. Sie sind einzigartig und haben etwas Lebendiges an sich. Das merkt man dadurch, dass sie nicht immer perfekt sind und auch mal Entscheidungen treffen, die sie später bereuen. Ich konnte in jeder Situation gut mit ihnen mitfühlen, da es realistisch wirkte. Außerdem habe ich es richtig genossen mitzuerleben, wie sich Freundschaften aufbauen, indem auch mal gestritten wurde, was manchmal sogar lustig war. Auch die Liebesgeschichte hat sich zart, prickelnd und romantisch aufgebaut, ohne zu schnell oder zu kitschig zu sein.

Die gelungene Spannung hat die Geschichte dann noch perfekt abgerundet, sodass es an keiner Stelle langweilig wird und ich habe jeder neuen Offenbarung entgegengefiebert. Es gab eine tolle Abwechslung von Action und dem Aufklären von Intrigen und Geheimnissen, was bei keiner Dystopie fehlen darf.

Zusammengefasst ist dies hier ein wirklich toller Serienauftakt, der mich umgehauen hat und den ich am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte, weil einfach alles gepasst hat und man richtig gut darin versinken kann. Ein Muss für Fans von Dystopien!

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Kein Genusskrimi, aber ein guter Wirtschaftsthriller

Bittere Schokolade“ war mein zweites Buch von Tom Hillenbrand nach „Hologrammatica“ und geht in eine ganz andere Richtung, sodass ich die Möglichkeit hatte, unterschiedliche Facetten des Autors kennenzulernen.

In „Bittere Schokolade“ geht es um den bekannten luxemburgischen Koch Xavier Kieffer, der nach langen Jahren eine alte Jugendliebe wiedersieht. Ketti Faber ist Patissière und arbeitet in ihrer eigenen Schokoladenmanufaktur in Brüssel. Hier entstehen Schokoladen erster Güte aus einem besonderen afrikanischen Kakao aus der freien Republik Kongo. Kurz, nachdem sich Xavier auf Kettis Wunsch hin ihre Anlage angeschaut hat, wird sie ermordet. Ebenso wie ein Botschafter, der zufällig die Republik vertritt. Können diese beiden Todesfälle Zufall sein? Xavier macht sich auf um die Umstände von Kettis Tod näher zu betrachten und stößt dabei auf einen riesigen Skandal, der gefährlicher ist als angenommen.

Meinung:
Das Buch ist für mich nicht unbedingt das, was man sich von Aufmachung und Marketing erwarten würde. Für mich handelt es sich nicht um einen Genusskrimi, sondern eher um einen Wirtschaftsthriller u. a. mit Themen wie Kinderarbeit, Wirtschaftskriminalität und Hehlerware. Dieser ist durchaus gut gemacht und schön erzählt. Hillenbrand schafft es dabei auch komplexere Themen verständlich rüberzubringen, indem er seine Hauptfigur zur Hilfe nimmt. Der technisch und wirtschaftlich unbedarfte Koch Xavier fragt stellvertretend für den Leser bei schwierigeren Zusammenhängen nach und der Autor schafft es so, geschmeidig Erklärungen in den Text einfließen zu lassen.
Manche Infos sind dabei durchaus lehrreich, sodass man auch bei diesem Aspekt etwas mitnehmen kann.
Ebenso gut gefällt mir auch die Beschreibung von Luxemburg.
Der Leser bekommt ein wunderbares Bild von Geschichte, Kultur und Stadt, sodass man sich fast heimisch fühlt.

Leider macht der Autor seinen Job nicht in allen Bereichen so gut. Ein massiver Kritikpunkt ist die Verharmlosung und die ständige Erwähnung von Drogen. Ich habe irgendwann aufgehört, die Zigaretten und Weinflaschen, das Fast Food und die Nasen Koks zu zählen. Das hat mit Genuss wenig zu tun, sondern gleicht einem dauernden Vollrausch. So geht der Genussteil, den Xavier in seinem Restaurant anbietet, glatt unter. Schade drum.

Fazit:
Schreibstil und Story gerne wieder, auch der Ausflug nach Luxemburg hat mir gefallen. Das Thema Drogen hingegen geht gar nicht.

Der nächste Träger des Schwertes – die Fortsetzung eines ungewöhnlichen und großartigen Sci-Fi-Abenteuers

Arglist von Peter Newman

 

Der Vagant hat sich nach seinem Abenteuer ein ruhiges Leben aufgebaut. So kann Vesper eine friedliche Kindheit genießen. Doch es dauert nicht lange bis das Schwert wieder singt und nach seinem Träger ruft. Diesmal ist es jedoch nicht der Vagant, sondern Vesper.

Dies ist der zweite Teil der Vagant-Trilogie, welcher so ähnlich wie der erste Band aufgebaut ist. Die Geschichte spielt in einer postapokalyptischen Welt, in der jeder ums Überleben kämpft. Krankheiten, Mutationen und Grausamkeiten beherrschen den Alltag der meisten Wesen. Doch in all dem Grauen schafft der Autor es erneut einen sanften Gegenpol zu bilden, der die Geschichte auflockert.
Da Vesper eine schöne Kindheit hat und die Außenwelt nicht kennt, ist sie ganz anders als die Monster in dieser futuristischen Welt und versucht stets umsichtig und hilfsbereit zu handeln, wodurch sie ein sehr sympathischer Charakter ist. Und auch wenn ich es nicht besonders mag, wenn Protagonisten naiv sind, so passt es hier einfach und stellt einen guten Gegensatz zu anderen Personen in dem Buch dar.
Hier kommt wieder eine Ziege vor, wenn auch nicht dieselbe, die durch witzige Situationen etwas Humor in die sonst eher ernste Handlung bringt. Dadurch ist die Stimmung nicht so drückend und ich hatte oft genug etwas zum Lachen.

Die Handlung an sich fand ich etwas verstrickt und wirr, obwohl die sich von dem ersten Teil gar nicht mal so sehr unterscheidet. Größtenteils geht es darum, dass die Bewohner der Erde durch Verderbnis und fremdartige Wesen verändert und „böse“ werden. Und auch wenn es auf den ersten Blick seltsam klingt, so ist diese Welt sehr detailliert und faszinierend. Es wird alles erklärt und man kann sich ein gutes Bild davon machen, wie unsere Welt in Zukunft aussehen könnte, wenn wir nicht auf sie aufpassen.

Ansonsten gibt es jede Menge Spannung, Action, Abenteuer und viele wirklich tolle und interessante Charaktere, die alle auf eine gewisse Art und Weise in die Tiefe gehen und auch mal eine andere Seite haben, als man es erwartet.
Man kann das Buch als abgeschlossenen Teil für sich lesen, jedoch würde ich wärmstens empfehlen mit dem ersten Band anzufangen, da man so ein viel besseres Verständnis für alles bekommt.
Mir hat die Fortsetzung genauso gut wie der erste Teil gefallen und ich bin immer noch so begeistert von dieser ungewöhnlichen und sehr kreativen Welt, daher eine klare Leseempfehlung!

Liebe wenn die Zeit abläuft

All in von Emma Scott

Kacey ist Gitarristin in einer bekannten Band. Ihr Leben ist die reinste Party, endet jedoch oft mit Abstürzen. Als ihr Fahrer sie eines Tages zum Ausnüchtern mit zu sich nach Hause nimmt, lernt sie, dass das Leben auch eine andere Seite haben kann. Doch Jonah trägt auch ein Geheimnis mit sich herum, welches ihre gemeinsame Zeit nicht von Dauer sein lässt.

Gleich am Anfang des Buches lernt man die Personen gut kennen und weiß in etwa, wen man da vor sich hat, auch wenn die Charaktere im Laufe der Geschichte noch an Tiefe gewinnen. Beide Hauptpersonen waren mir dabei richtig sympathisch. Sie sind nicht der typische Bad Boy und das Sweet Girl, sondern mal anders herum.
Kacey ist durch und durch Rockstar und ich hatte viel Spaß mit ihrer quirligen Art und fand es super, dass sie sich nicht so leicht hat unterkriegen lassen.
Jonah dagegen war der reinste Traumtyp. Richtig lieb und zuvorkommend.

Aber nicht nur in dieser Hinsicht ist das Buch mal was anderes, denn die Beziehung der beiden baut sich langsam und realistisch auf. Oft landet das Pärchen in solchen Geschichten schon im ersten Augenblick im Bett und ich fand es super, dass es hier nicht so war. Dadurch gab es viel mehr Spannung und die Liebesgeschichte hatte eine viel größere Bedeutung.
Zudem hat die Autorin ein großes Talent Gefühle zu beschreiben, egal ob traurige oder glückliche. Ich konnte die ganze Zeit mit den Personen mitfühlen und an manchen Stellen kamen mir sogar die Tränen, weil die Geschichte so emotional war. Es gibt auch viele tiefsinnige Stellen, die mir ebenfalls gut gefallen und mich zum Nachdenken gebracht haben. Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so berühren konnte und noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis geblieben ist.

Zusammengefasst ist dies ein wirklich gefühlvolles Buch, welches einen beim Lesen einfach mitreißt. Die Geschichte war genauso traurig wie wunderschön und ich fand es klasse, dass die Personen und die Handlung nicht so typisch waren, wie es oft bei solchen Büchern ist. Deshalb empfehle ich das Buch auf jeden Fall weiter für alle, die eine emotionale Geschichte suchen.

„Die Perlentauchermethode“ von Annette Sewing

„Die Perlentauchermethode – Vier einfache Fragen, mit denen wir jede Lebenssituation meistern“ von Annette Sewing war ein Experiment für mich. Normalerweise lasse ich mich ungern auf Titel ein, die allgemeingültig oder übertrieben formuliert sind. „Jede Lebenssituation“ – maßt sich die Autorin mit dieser Formulierung etwas an oder ist ihre Methode wirklich so hilfreich? Weiterlesen

Wenn eine Maschine zu lieben lernt – ein großartiges Weltraumabenteuer

Constellation von Claudia Gray

Die Erde hat menschenähnliche Roboter geschaffen, mit denen sie gegen andere Planeten wie Genesis Krieg führen kann. Noemi ist einer der Bewohner von Genesis und muss schon sehr jung in die Schlacht ziehen. Als sie eines Tages auf einen Mech stößt, der ihr eine Lösung zeigt, die den Krieg beenden könnte, beschließt sie diesen Plan durchzuführen. Doch der Mech ist ein Einzelstück und schon bald merkt sie, dass mehr als nur eine Maschine in ihm steckt.

Die Idee von künstlicher Intelligenz und Maschinen, die fühlen können, hat mich schon immer fasziniert, weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war. Ich hätte dabei aber nie gedacht, dass es so großartig ist.

Es wird abwechselt aus der Sicht von Noemi und Abel erzählt, sodass man sowohl Noemis Gedanken und Gefühle mitverfolgen kann, als auch die Denkweise des Mechs Abel. Und genau das hat mich so begeistert, denn Abel ist eine Maschine, die nach und nach bemerkt, dass sie Gefühle empfinden kann. (Ich bin leider erst jetzt darüber gestolpert, dass es sich hier ja um die Maschine handelt!) Die Autorin hat es so gut geschafft diese Entwicklung darzustellen und die wachsende Erkenntnis Noemis, dass einem die Charaktere im Laufe der Geschichte einfach ans Herz wachsen. Ich finde beide Protagonisten nicht nur sympathisch, sondern ich liebe sie!
Vor allem die knisternden Momente, in denen man merkt, was beide füreinander empfinden, obwohl es erst unmöglich erscheint, ist total niedlich und romantisch und dabei kein bisschen kitschig.

Aber neben der tiefgründigen Beziehung der beiden gibt es auch eine absolut tolle Welt, die aus verschiedenen Planeten und Menschenarten besteht. Hier wurden viele Details eingebaut, sodass man am Anfang zwar etwas braucht, um wirklich zu verstehen wie die ganzen technischen Dinge funktionieren, aber genau daran sieht man, wie viel Mühe die Autorin sich mit dem Buch gemacht hat.
Außerdem ist die Geschichte die ganze Zeit über spannend. Neben Actionszenen, Szenen, in denen man aufgeregt die Luft anhält und solchen, bei denen man einfach über die fremden Planeten staunen kann, ist alles dabei.

Zusammengefasst bin ich schwer begeistert von dieser tiefgründigen und detaillierten Geschichte. Sie ist intelligent, romantisch und einfach nur wundervoll und damit ein Highlight für Science-Fiction-Fans.

Der LOVELYBOOKS Lesepreis 2018

Es ist wieder soweit – Büchersüchtige wählen ihre Favoriten des Jahres beim Lovelybooks Lesepreis 2018.

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Mittlerweile zum 10. Mal findet die jährliche Preisverleihung statt, bei der die Leser ihre liebsten Neuerscheinungen des aktuellen Jahres wählen können. Zur Wahl stehen dabei Bücher in folgenden Kategorien:

Beste/r….Roman, Krimi&Thriller, Fantasy&Science-Fiction, Jugendbuch, Kinderbuch, Liebesroman, Erotik, Humor, Historisches, Sachbuch&Ratgeber, Hörbuch, E-Book only, Titel, Cover

und einer Zusatzkategorie zum 10-jährigen Jubiläum. Hier werden die Besten der Besten aus den vergangenen Siegern gekürt.

Das Besondere an diesem Preis ist das Votingverfahren, denn es ist ein Preis, der völlig ohne Jury auskommt. Einzig und allein die Leser entscheiden, welche Werke aufs Treppchen kommen und sich über eine der begehrten Medaillen freuen dürfen. In jeder Kategorie wird eine Gold-, Silber– und Bronzemedaille verliehen.

Das Voting findet in zwei Phasen statt. In Runde 1 dürfen die Leser Vorschläge machen, einzige Bedingung dabei ist, dass die Kandidaten Neuerscheinung aus dem aktuellen Jahr sein müssen und sich in der richtigen Sparte wiederfinden.

In Phase 2 werden in jeder Kategorie die 35 am häufigsten nominierten Werke zur Abstimmung gestellt. Gevotet werden darf vom 19. November – 27. November 2018.
Jeder Leser hat dabei 3 Stimmen pro Sparte.
Am 29. November 2018 werden dann die Preisträger bekannt gegeben.

Wer jetzt Lust bekommen hat sich an der Wahl zu beteiligen, kann das unter folgendem Link tun.

https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2018/nominierungen/

Wichtig! Ihr müsst Mitglied bei Lovelybooks sein, um an der Wahl teilnehmen zu können.

Ich bin schon jetzt gespannt auf die diesjährige Auswahlliste und habe meine Favoriten natürlich schon nominiert.

 

 

Die Reise mit dem „Magic Bus“ – das Leben eines Hippies

Hippie von Paulo Coelho

 

Karla hat ihr langweiliges Leben in Amsterdam satt und wartet nur auf die passende Begleitung, um nach Nepal zu reisen. Als sie dann plötzlich auf Paulo trifft, wissen beide nicht, was sie erwarten wird. Und so beschließen sie zusammen mit anderen Leuten mit dem „Magic Bus“ auf eine lange Reise zu gehen.

Ich bin sofort gut und leicht in die Geschichte reingekommen und es war, als ob ich mitten im Geschehen dabei war. Da das Buch teilweise aus der Sicht von Paulo und Karla erzählt wird, kann man gut nachvollziehen was beide antreibt und wie sie denken.

Weil der Autor die Geschichte selbst erlebt hat, merkt man, wie realistisch und echt alles wirkt. Die Charaktere sind lebendig und haben Probleme, die jeder normale Mensch auch hat. So kann man sich leichter in sie hineinversetzten oder erkennt sich manchmal sogar selbst in den Personen. Das gibt dem Buch etwas sehr Tiefgründiges, was mich oft zum Nachdenken gebracht hat. Dazu gibt es so viele wunderschön formulierte Sätze, die ich am liebsten alle eingerahmt hätte, da sie so poetisch und weise klingen.

Was mir auch besonders gut gefallen hat, war, dass man hier viel über die Hippies von damals erfährt. Die Infos sind jedoch weder klischeehaft noch typisch dargestellt. Man erfährt hier, was die Hippies damals wirklich dachten und was diese Bewegung ausgemacht hat. Aus nächster Nähe weiß der Autor, dass nicht immer alles schön und toll war, wie es oft dargestellt wird und die Hippies mit so einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten.

Die Handlung an sich wird sehr spannend und interessant beschrieben. Die Reise nach Nepal hat etwas sehr Abenteuerliches und man kann die Länder schon fast mit der Reisegruppe zusammen erkunden und fiebert auch mit. Nebenbei erfährt man immer mehr über jeden Charakter und lernt so verschiedene Arten von Menschen kennen, die sich auf so eine lange Reise eingelassen haben.

Allgemein ist dieses Buch ein Meisterwerk. Es wird auf sehr tiefgründige und menschliche Art beschrieben, wie die Jugendlichen damals versucht haben ihren Platz im Leben zu finden und die Welt ein Stückchen besser zu machen. Ein sehr interessanter Einblick in die Zeit der 70er Jahre und eine Geschichte, die zum Nachdenken bringt und in der jeder sich selbst finden kann.

Wenn Sagengestalten unter uns leben

Valkyrie von Tina Skupin

Frida ist eine Walküre Asgards. Als sie eines Tages plötzlich in der modernen Welt aufwacht, bleibt ihr nichts anderes übrig als am Ticketschalter bei der Bahn zu arbeiten, während sie nach Asgard sucht. Gut, dass es noch andere Wesen aus der Mythologie gibt, die ihr dabei helfen können.

Ich bin schnell und einfach in die Geschichte reingekommen und war sofort begeistert von der Idee, dass mythische Wesen geheim unter uns leben. Das hat mich etwas an Harry Potter erinnert, da die Zauberer sich auch eine eigene Welt inmitten der normalen Menschen aufgebaut haben. Genauso ist es hier. So wird es nie langweilig die verschiedenen Wesen kennenzulernen und das ein oder andere aus der nordischen Mythologie zu erfahren.

Aber auch die einzelnen Charaktere waren einfach super und ich mochte jeden von ihnen. Jeder hat seine ganz eigene Art, die mit den Charakteren der anderen Personen gut harmoniert und für richtig tolle Szenen sorgt.
Dabei gibt es hier jede Menge Humor und ich hatte wahnsinnig viel Spaß beim Lesen, da die Situationen teilweise so komisch waren, dass ich erst einmal lachen musste, bevor ich weiterlesen konnte.
Neben den lustigen Stellen gibt es aber auch viele Actionszenen mit spannenden Kämpfen, Rettungsaktionen und Ähnliches. Diese konnte ich mir wie in einem Film vorstellen, sodass es auf keiner Seite langweilig wurde. Außerdem konnte ich die Handlung überhaupt nicht vorhersehen, wodurch ich sehr überrascht von einigen Wendungen war, was mir sehr gefallen hat.

Zusammengefasst ist das Buch wirklich gut gelungen. Neben einer interessanten Mythenwelt und vielseitigen Charakteren, gibt es viel zu lachen und eine spannende Geschichte, die nicht nur etwas für Fans nordischer Geschichten ist. Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen und empfehle das Buch wärmstens weiter.