„Lady Anne’s Geheimnis“ – Historischer Roman von Martha Sophie Marcus

Der historische Roman „Lady Annes Geheimnis“, verfasst von Martha Sophie Marcus und herausgegeben vom Verlag Bastei Lübbe, handelt von der Zofe Anne am Hof des Kurfürsten Georg Ludwig in Hannover und dem Konflikt zwischen den Schotten und dem Kurfürsten, in den auch ihr Kind verwickelt ist.

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Das alte, düstere Herrenhaus – ein Schauerroman in den Highlands 

Die Melodie der Schatten von Maria W. Peter

Auf dem Weg zu ihrer Tante wird Fionas Kutsche überfallen. Sie kann sich gerade noch retten entdeckt ein altes, düsteres Haus in den Highlands, welches viele Geheimnisse verbirgt.

Schon der Anfang des Buches ist sehr atmosphärisch und ich habe direkt eine Gänsehaut bekommen. Durch die detaillierten Schilderungen, kann man sich die Highlands richtig bildhaft vorstellen und somit perfekt in die Geschichte eintauchen. Und das habe ich auch das ganze Buch hindurch getan, denn es hat mich nicht mehr losgelassen.

Die Stimmung ist düster und mysteriös, sodass ich die ganze Zeit mitfiebern und -rätseln konnte. Dabei lernt man Stück für Stück mehr über die Geheimnisse des Ortes, welche mich teilweise richtig schocken konnten.

Aber auch die Personen lernt man im Laufe der Geschichte immer besser kennen. Sie sind alle sehr gut ausgearbeitet, wirken realistisch und sind sympathisch. Dazu entwickeln sie sich wie echte Menschen weiter, was ihnen etwas sehr Reales gegeben hat. Ich konnte gut mit ihnen mitfühlen und war total neugierig auf die Geschichten jedes Einzelnen, die wie alles in diesem Buch sehr ausgearbeitet und detailreich sind.

Zusammengefasst ist dieses Buch eigentlich perfekt. Die Geschichte ist sehr vielseitig, da es neben dem schaurigen Teil auch etwas Dramatisches gibt, als auch eine total romantische und süße Liebesgeschichte. Dazu lernt man, aufgrund der vielen realen Informationen über Schottland, viel über die Geschichte des Landes.
Das Buch konnte mich auf jeden Fall fesseln und faszinieren und einfach toll, um sich einen gemütlichen Tag zu machen.

Der Kampf zwischen Liebe und Thron

 

Im Schatten des Wolfes von H.E. Otys

Robyn wird als kleines Mädchen von einem angelsächsischen Gelehrten gefunden und aufgezogen. Doch eines Tages entführen Nordmänner sie, von denen Wulf, Ziehsohn des Königs, sie rettet. Von da an werden die beiden zur Ehe gezwungen. Robyn erinnert sich jedoch schon bald an ihre Kindheit und merkt, dass sie eine viel größere Rolle in dem Land der Nordmenschen spielt, als sie dachte.

Ich habe erst einmal gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, denn sie beginnt mitten im Geschehen. Außerdem sind die Perspektivsprünge etwas gewöhnungsbedürftig, doch damit bin ich schnell zurechtgekommen. Der Schreibstil passt sehr gut zu der Zeit, in der die Geschichte spielt. Dabei er ist dennoch modern und erinnert leicht an das frühe Mittelalter. So kann man sich gut in die Geschichte hineinversetzten.

Auch in die Personen konnte ich mich gut hineinversetztenverstehen. Besonders die Hauptpersonen waren mir sehr sympathisch und ich habe durchgehend mit ihnen mitgefiebert. Sie handeln logisch und nachvollziehbar und sind dabei wirklich starke Persönlichkeiten, sodass es wirklich Spaß gemacht hat, ihren Weg mitzuverfolgen.

Von der Liebesgeschichte war ich hin und weg. Sie ist so unglaublich romantisch-süß und dabei nicht zu kitschig. Ich fand es sehr schön, wie die Personen sich erst nach und nach kennengelernt und ihre Beziehung langsam aufgebaut haben. So wirkte es realistisch und ergreifend. Die tiefe Verbundenheit und Liebe, die man dann beim Lesen spüren konnte, hat mich wirklich fasziniert.

Neben der Liebesgeschichte gab es natürlich noch den spannenden Teil mit vielen Kämpfen um Macht, Freiheit und gegen Intrigen. Dabei lernt man sogar ein paar historische Fakten über diese Zeit, auch wenn diese nicht im Mittelpunkt stehen. Dennoch habe ich immer mitgefiebert und die vielen Hindernisse gespannt verfolgt, durch die das Buch nie langweilig wurde.

Zusammengefasst ist es ein wirklich tolles Buch. Die starken Charaktere, die romantische Liebesgeschichte und die spannenden Kämpfe konnten mich auf jeden Fall überzeugen!

Eine abenteuerliche Polarreise

Im Licht des Polarsterns von Stef Penney

Das Buch erzählt die Geschichte von Flora und Jakob. Beide führt es in ihrem Leben immer wieder zum Nordpol, wo sie Forschungen betreiben. Als sie sich dort das erste Mal treffen, wissen sie noch nicht, wie eng ihr Schicksal verschlungen ist und was diese Begegnung später für sie bedeuten wird.

Das Buch wird aus der Sicht verschiedener Leute erzählt, meistens sind das die Hauptpersonen Flora und Jakob. Da fast ihr ganzes Leben erzählt wird, spielt die Geschichte in verschiedenen Zeiten, und obwohl es manchmal Zeitsprünge gibt, so hat die Autorin die Überleitungen so sanft geschaffen, dass ich immer wusste, was zu welcher Zeit passiert ist. Was mich ebenfalls gewundert hat, war, dass es trotz Länge und Umfang der Geschichte durchgehend spannend war und ich die ganze Zeit mitfiebern konnte. Denn es gibt genug Gründe dafür.

Man erfährt außerdem sehr viel über die Expeditionen im 19. Jahrhundert, was ich unglaublich spannend finde. Der Nordpol ist auch heute noch schwer zu bereisen und damals haben die Menschen es unter furchtbaren Konditionen getan und es dennoch geschafft. In dem Buch wird nichts beschönigt. Es wird alles sehr wirklichkeitsgetreu und realistisch erzählt. Selbst Szenen, die in anderen Büchern oft weggelassen werden, kommen hier vor. So konnte ich mich gut in die Menschen hineinversetzten und miterleben wie die Reisen waren.

Aber es geht nicht nur um abenteuerliche Reisen von Wissenschaftler, sondern auch, um eine sehr schöne Liebesgeschichte. Dabei ist es keine kitschige Liebe auf den ersten Blick, sondern eine, die genauso echt und realistisch ist wie der Rest des Buches. Man erlebt hautnah mit, wie sich zwei Menschen treffen und langsam merken, was sie füreinander empfinden und erst über viele Umwege herausfinden, was genau das ist. Diesen Weg beim Lesen mitzuerleben, hat mir wirklich Spaß gemacht und ich konnte wunderbar mit den Protagonisten mitfühlen und um ihre Liebe bangen. Die Beziehung der beiden wurde so emotional beschrieben und war dabei richtig romantisch.

Dazu kann man noch sagen, dass auch die Personen gut beschrieben wurden. Über so viele Seiten lernt man jeden wirklich gut kennen. Sogar einige Nebenpersonen nehmen wichtige Rollen ein und haben genug Tiefe, um lebendig und echt zu erscheinen.
Die Menschen in diesem Buch sind nicht perfekt und genau die kleinen Macken machen sie richtig sympathisch und menschlich, sodass ich sie gerade wegen ihrer Fehler gernhaben musste und gespannt auf jede neue Handlung war.

Zusammengefasst ist diese Geschichte richtig gut geschrieben und ich konnte beim Lesen abtauchen, weshalb ich nur so durch die Seiten gerast bin. Alles wirkt so echt und authentisch, dass man fast schon das Gefühl bekommt, es würde echt sein und man wäre mittendrin. Zu einer herzzerreißenden Liebesgeschichte bekommt man außerdem ein großes Abenteuer geliefert, was das Buch geradezu perfekt macht. Es hat meine Erwartungen übertroffen und ist absolut empfehlenswert.

Die wahre Geschichte des Wikingerfürsten Harald

Last Viking von Poul Anderson

Dies ist die Geschichte des berühmten Wikingerfürsten Harald Sigurdharson. Er kämpfte schon früh unter seinem Bruder dem König Olaf. Nachdem dieser fällt, muss Harald fliehen. Doch er schwört, einmal selbst König zu sein und auch wenn sein Weg lang ist, so gibt er nie auf. Weiterlesen

So abwechslungsreich wie die Geschichtsschreibung, ist auch dieses Buch: „Land im Sturm“ von Ulf Schiewe

Auf über 900 Seiten durchlaufen wir die Geschichte von 955 im Welschen in den Alpen bis 1848 in Deutschland. 5 Teile, die aufeinander aufbauen und zentrale Wendepunkte der Geschichte markieren.
„Land im Sturm“ von Ulf Schiewe war für mich ein Glücksgriff. Weiterlesen

Zurückversetzt in die Zeit um 1682 – ein absolutes Highlight

Ein unglaublich gelungener historischer Roman von Anfang bis Ende – „Das Mätressenspiel“ von Martha Sophie Marcus.
1682, Hannover. Helenas Familie ereilt die schockierende Nachricht, dass ihr Zwillingsbruder Lorentz umgekommen ist. Als ob das nicht schon schlimm genug ist, beansprucht ihr Onkel Roderik nun das gesamte Familienerbe für sich, da er der einzige verbliebene männliche Nachfahre der Familie Brünneck-Minnigerode ist.
Hinzu kommt die noch immer währende Verschuldung der Familie. Alle setzen nun auf Helena: Diese soll Adrian von Schwanewede heiraten und würde so das Gut Minnigerode sichern. Doch es kommt anders.
So muss sich Helena auf den Weg zu Hofe begeben. Ihre einzige Hoffnung – einen Ehemann zu finden, der ihrer Familie aus der Patsche helfen könnte.
Dass sie dabei jedoch in ein gefährliches Intrigenspiel der herzoglichen Mätresse gerät, damit hätte sie sicherlich nicht gerechnet.

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