Ein Fiebelkorn von Matthias Lanin

„Ein Fiebelkorn“ von Matthias Lanin ist eine außergewöhnliche fiktive Liebesgeschichte zwischen Johanna und Wilfried, die beide den 2. Weltkrieg noch miterlebt haben und nun alt sind.
Dabei beherbergt dieses Buch von Grund auf eine trübe Stimmung. Die aus der Sicht des alten Ehepaars erzählte Geschichte zeugt von einer Haltung, die mit dem Leben bereits abgeschlossen hat. Es scheint darauf hinauszulaufen, dass jetzt der Tod kommt. Dabei werden auch immer wieder die Schmerzen thematisiert, seelische wie physische. Weiterlesen

„Zwischen uns ein ganzes Leben“ von Melanie Levensohn

In „Zwischen uns ein ganzes Leben“ beschreibt die Autorin Melanie Levensohn gekonnt den Werdegang dreier völlig unterschiedlicher Frauen, die trotzdem eine gemeinsame Geschichte haben.
Für die junge Französin Beatrice läuft es gerade schlecht im Job.
Um sich etwas abzulenken, möchte sie ehrenamtlich helfen und lernt dabei die verschrobene, alte Jacobina kennen. Die grantige Dame trägt eine schwere Last mit sich rum, hat sie doch ein Versprechen gegeben, was sie nie eingelöst hat. Nun bleibt ihr nur noch wenig Zeit ihre Halbschwester Judith zu finden, die während der Wirren des Zweiten Weltkrieges verschollen ist. Beatrice versucht Jacobina dabei zu helfen, den letzten Wunsch ihres Vaters zu erfüllen und damit ihr Versprechen einzulösen. Weiterlesen

Was muss das für eine Ort sein, an dem so viele die Flucht ergreifen wollen?

Der RomanSansibar oder der letzte Grund“ von Alfred Andersch dreht sich um einen Ort namens Rerik, an welchem eine Gruppe von Leuten zufällig um 1937 zusammentrifft. Diese besteht u.a. aus der Jüdin Judith, dem Fischer Knudsen und dessen Helfer „der Junge“ sowie dem KPD-Funktionär Gregor, die alle nur ein Ziel verfolgen: Die Flucht. So sehr sich das Ziel jedoch im ersten Moment ähnelt, so unterschiedlich ist es auf den zweiten: Die Ursache, die zur Flucht antreibt, hätte unterschiedlicher nicht sein können. Der einzige Schnittpunkt: „Die anderen“. Weiterlesen