Der Kuss des Menschenfressers – Ein Krimi

Ein kleines Mädchen, brutal ermordet. Doch mit diesem Schicksal ist sie nicht alleine. Staatsanwalt Oberlin beginnt schnell, diesen Mord mit einem anderen aus seinen Kindheitstagen in Verbindung zu bringen. Noch zweifelt er an diesem Zusammenhang, doch schon bald kommt es zu einer Reihe weiterer Morde an kleinen Mädchen und Oberlin begreift: Er muss schnell handeln, sonst werden dem Täter noch mehr Mädchen zum Opfer fallen.
Seltsamerweise scheint es jedoch bald so, als gäbe es da jemanden, der seine Ermittlungen behindern möchte. Da ist etwas, was nicht ans Licht geraten soll…

Mit „Der Kuss des Menschenfressers„, dem 3. Fall von Staatsanwalt Oberlin, welcher zur Zeit des 1. Weltkriegs in Deutschlang spielt, hat J. J. Caesing einen gelungenen Krimi geschaffen. Dieser lässt sich komplett unabhängig von den beiden ersten Bänden lesen.

Anfangs hatte ich jedoch noch Schwierigkeiten, überhaupt in die Handlung reinzufinden. Man wird von den vielen Personen förmlich erschlagen. Und dann taucht da jemand auf, der für den Rest der Handlung gar keine Rolle spielt. Oder vermeintlich keine Rolle spielt. Puh, sich da zurechtzufinden war für mich wirklich nicht leicht. Ein Personenregister hätte an dieser Stelle ausgeholfen.

Die Handlung an sich fand ich sehr gelungen. Während man auf den ersten paar Seiten noch denkt „ganz gewöhnlicher Krimi“, wird man dann doch von den Wendungen überrascht. Das Ende ist in keinem Fall vorhersehbar, jedoch realistisch – ein gelungener Kompromiss!

Die Art und Weise, wie die Personen sprechen und miteinander umgehen, ist geprägt durch die Zeit und den Raum der Handlung. Auch an dieser Stelle ist es dem Autor gut gelungen, die Geschichte realistisch darzustellen und sie geichzeitig für den Leser verständlich zu gestalten.

Anschließend möchte ich noch zu den Figuren sagen, dass Staatsanwalt Oberlin mir wirklich sehr ans Herz gewachsen ist. Er ist eine Figur, die man wirklich gerne begleitet, weshalb ich auch darüber nachdenke, mir die anderen beiden Bände zu besorgen.

Mein Fazit:
Ein Krimi, der besonders gegen Ende durch die überraschende Wendung überzeugt. Schreibstil, Handlung, Figuren – aus meiner Sicht alles top und deshalb auf jeden Fall lesenswert.

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