Tausche Wohnung gegen Bahncard – Bericht über das moderne Nomadenleben

Leonie Müller nimmt uns in ihrer BiografieTausche Wohnung gegen Bahncard“ mit auf eine unbekannte Reise. Sie kündigte ihre Wohnung und lebte kurzerhand eineinhalb Jahre lang im Zug.
Das heißt nicht, das sie 24 Stunden des Tages auf den Gleisen verbrachte, doch war sie mehr oder minder ständig unterwegs.

Von ihren Erlebnissen und Empfindungen dabei, berichtet sie auf ungewöhnliche Weise in diesem Buch. Das Geschriebene erstreckt sich sowohl über tatsächliche Erfahrungen mit dem modernen Nomadentum als auch über philosophische Fragen, die ein solcher Lebensabschnitt mit sich bringt. Fragen nach Heimat, Wahrnehmung, Zeit und ähnlichen Themen.
Diese Abschnitte sind teils interessant, teils wirken sie aber auch etwas wirr. Manchmal hatte ich ein Gefühl von zu sehr gewollter Poesie.
Andere Abschnitte hingegen sind schlicht informativ. Ich hatte beispielsweise bisher noch nie von einem Zipfelpass gehört, obwohl ich fast neben einem solchen Zipfel wohne.

Durch diese spezielle Mischung aus Poesie und nüchterner Betrachtung liest sich das Buch zuweilen schwierig. Zum einen muss man immer wieder gedanklich wechseln, zum anderen ermüden manche Stellen auch, etwa durch lange Aufzählungen und Ähnliches.

Fazit:
Wer sich mit dem Thema Aussteigen beschäftigt und ungewöhnliche Abenteuer fern des Alltages mag, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Wer besonderen Wert auf einen tollen Schreibstil legt, der wird unter Umständen nicht glücklich.

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