Freunde finden im 21. Jahrhundert

Im Rahmen meiner ersten Leserunde bei „Lovelybooks“ durfte ich den RatgeberFreunde finden im 21. Jahrhundert“ von dem Coach für Persönlichkeitsentwicklung Alexander Wahler lesen.
In diesem gibt einem der Autor zahlreiche Tipps mit auf den Weg. Nichts, was in irgendeiner Weise wichtig in Bezug auf die Freundschaft oder einfach nur das Knüpfen von Kontakten sein könnte, wurde weggelassen, an alles wurde gedacht.

Dabei drehen sich die ersten beiden Kapitel mehr um einen selbst, eigene Persönlichkeitsentwicklung und –entfaltung. Später wird vermehrt auf Gespräche und Kommunikation an sich eingegangen.
Damit wird der Grundstein gelegt, sich dem zu widmen, was sich Freundschaft nennt.

Anschließend bringt der Autor einem näher, was es eigentlich heißt, eine Freundschaft aufzubauen: Regelmäßige Pflege und das Aufbau eines Netzwerks an Freunden.

Gegen Ende findet man Tipps darüber, worauf man zu achten hat, wenn man sich bereits in einer Freundschaft befindet.

Bei alledem bleibt Alexander Wahler seinem Beruf als Coach stets treu. Die Kapitel sind kurz gehalten und bieten am Ende stets eine übersichtlichen Zusammenfassung und ein paar Aufgaben, die einen von der Theorie zur Praxis führen.
Besonders wichtige Denkweisen und Mindsets sind durch Markierungen hervorgehoben worden. Ein Beispiel dafür wäre „Ausdruck statt Eindruck (S.80), womit gemeint ist, dass man sich nicht darauf konzentrieren sollte, was für einen Eindruck man hinterlässt, sondern darauf, seine Persönlichkeit (richtig) auszudrücken.

Für mich persönlich war das Buch eine blanke Überraschung. Noch nie habe ich so viele Rechtschreibfehler auf einen Haufen gesehen! Teilweise fehlten ganze Worte! Doch die meisten Fehler fanden sich tatsächlich in der Interpunktion. Bis zu 5 Fehler auf einer Doppelseite lassen mich an der Qualität des Lektorat zweifeln.
Und das, obwohl das Buch ansonsten in einem Optimalzustand ist! Vollkommen professionell aufgebaut.

Zum Inhalt muss ich sagen, mir war einiges bereits bekannt. Einige Tipps haben mich wirklich umgehauen, wobei andere eher auf Grundwissen abzielen, welches mir persönlich eher einen geringen Mehrwert brachte.

Lesern, die sich noch nicht eingehend mit dem Thema beschäftigt haben, ermöglicht dieses Buch deshalb meiner Meinung nach einen sanften Einstieg, während es Menschen mit einem breiten Grundwissen nicht viele neuen Informationen einbringt.

Dennoch kann das Buch durch seine motivationserzeugende Art selbst für den Leser, der bereits mehr Ahnung in dem Bereich hat, ein wahrer Schatz sein.
Durch seine bildhafte Sprache gelingt es dem Autor gut, einem den Weg zu besagten Mindsets aufzuzeigen, wobei er dies durch persönliche Beispiele illustriert.
Da kannst du noch so introvertiert sein, von noch so vielen Ausreden beherrscht werden, warum du keine neuen Kontakte knüftst. Dieses Buch hilft dir, dich diesen Ausreden zu stellen und besser mit der Introversion unter Menschen umzugehen.

Deshalb mein Fazit:
Wer wirklich Probleme im Umgang mit Menschen hat, sei es in der Kommunikation, im Knüpfen neuer Kontakte oder Schließen von Freundschaften – dem sei dieses Buch wirklich ans Herz gelegt. Als Motivator kann es außerdem denen dienen, welchen es schwerfällt, sich aufzuraffen und auf andere zuzugehen. Außerdem denjenigen, die introvertiert sind und diese Eigenschaft als Ausrede verwenden, warum sie nicht so viel mit anderen reden, obwohl Introversion lediglich bedeutet, dass man mehr Zeit für sich braucht. Dieses Buch hilft, sich den zahlreichen Ausreden zu stellen, die einen daran hindern, neue Kontakte zu schaffen, obwohl man nichts lieber will.

Glücklicherweise soll es bald eine 2. Auflage geben. Es bleibt zu hoffen, dass in dieser bereits alle Rechtschreibfehler überarbeitet wurden.

[Herzlichen Dank an dieser Stelle an Alexander Wahler, der mir dieses Buch über Lovelybooks zur Verfügung stellte.]

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