Ein viel gehyptes Erstlingswerk – Zu recht?

Children of Blood and Bone von Tomi Adeyemi – ein viel gehyptes Erstlingswerk, das versucht, eine politische Botschaft in eine Fantasiegeschichte zu stricken.

Eigentlich handelt es sich bei dem Auftakt dieser Trilogie um ein ganz normales Jugendbuch. Gut gegen Böse, magische Elemente, erste Liebe und eine Menge Abenteuer. Diesmal im Gegensatz zu den meisten Jugendbüchern aber mit afrikanischem Flair und dunkelhäutigen Figuren. Eine Besonderheit, die mir gut gefallen hat, eben weil sie sich von der Masse in diesem Genre abhebt. Zu Beginn stolpert man ein wenig über die fremden Begriffe, die recht zahlreich auftreten, was mich aber nicht gestört hat. Für mich sind sie eine gute Unterstützung für die exotische Stimmung, die die junge nigerianische Schriftstellerin aufkommen lässt.

Leider findet sich sonst wenig, was so bisher nicht da gewesen ist. Die Unterdrückung bestimmter Volksgruppen, die böse Monarchie und all das kennen wir aus vielen anderen Werken. Ich hatte gehofft, dass die magischen Elemente innerhalb der Geschichte außergewöhnlicher sein würden. Das Potenzial dazu hätten sie gehabt, nur leider kommt für meinen Geschmack zu wenig Magie rüber. Sehr schade, denn wenn die Zauberkunst eine Rolle spielte, fand ich die Szenen sehr schön zu lesen. Hier beweist Tomi Adeyemi ein gutes Händchen.

Aber es muss ja auch nicht immer das Rad neu erfunden werden. Der Leser freut sich ja auch einfach über eine gut geschriebene Geschichte. Das ist hier bis auf einige logische Schwächen der Fall. Man hat einfach manchmal das Gefühl, ein Erstlingswerk zu lesen. Es holpert hier und da in der Sprache und es werden zu viele Ideen verarbeitet, um alle in einen Roman zu pressen. Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen. Ich mochte nicht alle Charaktere, habe aber mit manchen wirklich mitgelitten, so dass ich am Ende denke, die Geschichte macht Spaß, wenn man sie nicht allzu kritisch beäugt.

Fazit:

Wie man sehen kann, bin ich wirklich hin- und hergerissen. Es gibt sowohl einige Pluspunkte, als auch manch negativen Aspekt.
Mein Rat an euch lautet einfach, euch nicht zu sehr von dem Hype um das Buch beeinflussen zu lassen. Für den kann die Autorin Tomi Adeyemi nichts. Bildet euch einfach eine eigene Meinung und schaut, ob ihr euch von dem afrikanischen Flair anstecken lasst.

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